Verwaltungsraum Bad Schussenried/Ingoldingen
Ihre Bedürfnisse - unsere Anliegen
02.03.2015 (Aktualisiert 22:04 Uhr) Ehrenamtliche schenken Senioren Zeit Der Johanniter-Besuchsdienst in Bad Schussenried ist seit einem Jahr aktiv für Mitmenschen Bilder der Heimat bieten Hilde Kison und Andrea Laub immer viel Gesprächstoff bei den wöchentlichen Besuchen. Johanniter/Hans Klein Bad Schussenried sz Seit einem Jahr organisieren die Johanniter in Bad Schussenried den Besuchsdienst. Ehrenamtliche schenken vornehmlich älteren Bürgern in den Pflegeheimen Zeit. „Interessieren Sie sich auch für Bessarabien?“ Schon die erste Frage nach der Begrüßung gibt das Thema der nächsten Stunde vor und macht den Besuch zu einer Zeitreise, und gleich hat Hilde Kison eine alte Karte ihrer früheren Heimat hervorgeholt. Stolz zeigt sie ihren Geburtsort, Kulm, nördlich vom Schwarzen Meer, hier hatten sich ihre Vorfahren nach 1815 angesiedelt. Als besonderen Schatz ihrer Kindheit zeigt sie ein Foto, auf dem sie als 15-jähriges Mädchen vor dem Anwesen ihrer Eltern steht. „Den Anbau hatte mein Vater gerade erst fertig gestellt“, sagt die 90-Jährige. Dieses Schwarz- Weiß Foto hat die Vertreibung 1940, die Lager in Frankfurt und Polen überstanden, bis es 1957 mit nach Bad Schussenried kam, „immer gut versteckt“, berichtet Hilde Kison. Hier lebte ihr Bruder, ihre Familie fand Arbeit, die Kinder kamen auf die Welt. Lachen verbindet Lachen tut auch Andrea Laub, die seit einem Jahr regelmäßig jeden Dienstag für den Johanniter-Besuchsdienst vorbeikommt, gern – das verbindet beide. Meistens wartet Hilde Kison schon auf den Besuch. „Je nach Wetter und Befinden gehen wir dann spazieren und setzen uns auf eine Parkbank, oder wir schauen Bilder und Bücher an, vor allem über Familie und die alte Heimat“, erzählt Andrea Laub. „Es ist immer noch etwas ganz Besonderes, wenn wir die Fotoalben anschauen.“ Zumal Hilde Kison viel zu berichten weiß. So auch von ihrem Ausflug 1995 mit einer Reisegruppe in ihr Heimatdorf Kulm. Sie sah damals zum ersten Mal in ihrem Leben das Schwarze Meer, „obwohl es doch auch damals ganz nah war“, in den Tagen ihrer Kindheit. Es sei aber alles nicht mehr, wie es war, und „meine heutigen Nachbarn meinen sowieso immer, Du gehörst hierher“, sagt sie lachend. Sie freut sich auf die wärmere Zeit, wenn sie wieder in den Garten gehen und mit den Nachbarn reden kann. Über den wöchentlichen Besuch und die Gespräche mit Andrea Laub freut sich die rüstige Dame auch deshalb, weil die Mutter von Andrea Laub in der Nachbarschaft gelebt hatte und beiden Frauen viele Gesichter auf den alten Fotos vertraut sind. Ein glückliches Zusammentreffen, macht es doch die gemeinsamen Stunden zu einem wirklichen Geschenk. Jeder auf seine Art Zeit schenken oder wie es die ehrenamtlichen Helferinnen des Johanniter-Besuchsdienstes in Bad Schussenried gerne sagen: „Wir haben Zeit für Sie.“ Einfach mal dem Nachbarn eine schöne Zeit schenken, miteinander lachen, mitfühlen, einander helfen, wo es nötig wird. „Jeder Besuchsdienstmitarbeiter hat seine eigene Art, auf die Menschen zuzugehen“, weiß die Koordinatorin des Dienstes, Isolde Löffler-Bertl. Dabei wird deutlich, dass allein die Wertschätzung und Aufmerksamkeit, die besonders den älteren Menschen in den Pflegeheimen oder zu Hause entgegengebracht wird, wichtig ist. Wer Auskünfte will oder sich selber als Ehrenamtlicher engagieren möchte, erreicht die verantwortliche Koordinatorin Isolde Löffler-Bertl unter Telefon 07583/19214 oder per E-Mail an  isolde.loefflerbertl@johanniter.de
Einen Tag Auszeit für pflegende Angehörige Ehrenamtliche bieten in Ingoldingen Betreuung für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen an. von Karin Bölstler 23.02.2016 zum Weiterlesen ……. PDF-Datei
Wenn Die Rente nicht reicht, um in Würde zu leben. Runder Tisch in Bad Schussenried unterstützt künftig gezielt Senioren mit einer zu geringen Rente. von Katrin Bölstler, 1.März 2016
04.11.2016 Katrin Bölstler Wenn die Rente nicht zum Leben reicht Runder Tisch bittet um Spenden für bedürftige Senioren
Die Gutscheine sehen unscheinbar aus, machen für die Senioren aber einen großen Unterschied. privat
Arme Rentner erhalten ein Jahr lang warme Mahlzeiten Große Resonanz auf Spendenaufruf des Schussenrieder Runden Tischs  böl 22. Dezember 2017 Bad Schussenried - Es ist eine frohe Botschaft, so kurz vor Weihnachten: Der Spendenaufruf der Schussenrieder Arbeitsgemeinschaft Runder Tisch, Geld für arme Rentner zu spenden, war überaus erfolgreich. "Es sind so viele Spenden zusammengekommen, dass wir unseren 19 Rentnern ein ganzes Jahr lang jede Woche zwei bis drei Gutscheine für eine warme Mahlzeit ausgeben können", berichtet Ewald Ziller. Im November hatten die Mitglieder des runden Tischs über die "Schwäbische Zeitung" und den "Schussenboten" um Spenden gebeten. Der runde Tisch ist ein Zusammenschluss von neun sozial tätigen Kontaktstellen. Ziel dieses Runden Tischs ist es, Menschen mit persönlichem, aber auch finanziell schwierigem Hintergrund behilflich zu sein. Die Rentner, um die es geht, haben so wenig Einkommen, dass es meist nicht für eine warme Mahlzeit am Tag reicht. Aufgrund der Armut leben die meisten von ihnen zurückgezogen und oft auch allein. Laut Ziller bleiben einigen dieser Menschen pro Tag nur sechs Euro, nach Abzug der Fixkosten. Dank der vielen großzügigen Spender ist es nun möglich, nicht nur Gutscheine für warme Mahlzeiten zu verteilen. "Manchen können wir sogar ermöglichen, kurz vor Weihnachten einmal zum Friseur zu gehen", freut sich Ziller. Besonders freut er sich darüber, dass fünf Senioren eine Einladung erhalten haben, in einem Lokal an Weihnachten zu essen. "Diese Menschen sind an diesem besonderen Tag nun nicht allein - das bedeutet ihnen sehr viel."