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Kreisseniorenplanung
Kreisseniorenplanung – Neu aufgestellt      15.12.2016 Am 14. Dezember 2016 hat der Kreistag den neuen Seniorenplan für den Landkreis Biberach verabschiedet, welcher den Alten- und Pflegeplan von 2003 ablöst. Wie bereits durch die Titelveränderung zum Ausdruck kommt, geht es nicht mehr nur um Pflege im engeren Sinn. „Die Planung macht deutlich, dass der demografische Wandel eine Vielzahl von Lebensbereichen betrifft und als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu begreifen ist“ so Landrat Dr. Schmid. Im Landkreis Biberach wird die Veränderung des Altersaufbaus bis 2030 deutlicher ausfallen, als im Landesdurchschnitt, da wir einen „Nachholeffekt“ vollziehen. Der Anstieg der über 65- Jährigen beträgt             43 %, bei den über 80-Jährigen gar 45%. Gleichzeitig sinkt die Zahl der unter 20-Jährigen um 13 %, der unter 55-Jährigen nochmals um 13%. Jeder 4. Kreisbewohner wird über 65 Jahre alt sein. Diese Zahlen belegen eine Herausforderung, die Landkreis, Städte und Gemeinden nur durch agieren und nicht durch reagieren meistern werden. Der Kreisseniorenplan wurde in einem umfassenden, fast zweijährigen, Planungsprozess unter Beteiligung einer Großzahl von Akteuren erstellt. Es wurden zahlreiche Handlungsempfehlungen als Orientierungshilfen formuliert. Der Kreisseniorenrat Biberach ist dem Landkreis sehr dankbar für diese gründliche, praxisorientierte Erarbeitung der Planungsgrundlage. Damit kennen alle Beteiligten ihre Aufgabe. Zentraler Partner bei der Umsetzung sind die Gemeinden. Dies kann nur gelingen, wenn die Bürger, verstärkt  durch aufgeschlossene (politische) Prozesse zur Mitwirkung gewonnen und ausreichend umsorgt eingebunden werden. Dabei sind die agilen Senioren mit ihren Potentialen und Ressourcen eine wichtige Stütze. Ebenso die pflegenden Familienangehörigen. „Wenn viele kleine Leute an vielen kleinen Orten viele kleine Dinge tun, können sie das Gesicht der Welt verändern.“ Afrikanisches Sprichwort. Auf diesen Geist sind wir bei der Planumsetzung angewiesen, um die Welt unserer Ortsgemeinschaften generationsverbunden weiter lebendig zu erhalten. Hier können Sie den Kreisseniorenplan als PDF-Datei herunterladen. Ferner verweisen wir auf die neuen Internetseiten des Landratsamtes Biberach http://www.biberach.de/kreissozialamt.html          http://www.biberach.de/altenhilfefachberatung.html http://www.biberach.de/5733.html?&L=0   Behindertenbeauftragte
Bad Buchau, den 21.11.2016 Essenzielle Vernetzung und effiziente Pflegeberatung mit Pflegestützpunkt Pflegestützpunkte gewähren die Sicherung der Qualität bei Informations-, Beratungs- und Unterstützungsleistungen auf der Grundlage einer neutralen/objektiven Position und auf kurzem Weg für Senioren und Angehörige. Die Gleichwertigkeit dieses Dienstes wird nur so im gesamten Landkreis sichergestellt. Der Kreisseniorenrat Biberach erachtet die Einführung des Pflegestützpunktes im Zusammenhang mit dem neuen Seniorenplan für den Landkreis als wegweisend und unverzichtbar. Trotz vielerlei Beschwernissen sind es doch vorwiegend ältere Menschen, die  dem ländlichen Raum treu bleiben und nicht dem Trend folgen, in „Zentren“ umzuziehen. Sollen diese „treuen Stammbürger“ aber auch noch in der Hinfälligkeit des Alters Nachteile bei der immer schwierigeren Pflegeberatung mit u.U. nennenswerten Konsequenzen hinnehmen? Nicht nur um dieses zu vermeiden, wäre die Einführung eines Pflegestützpunktes eine wesentliche Stütze. Generell erfahren Betroffene bei schwieriger Pflegeberatung (verwobene Zuständigkeiten und/oder differenzierte Dienstanbieter) einen Zugewinn durch Abstimmung des Machbaren infolge Netzwerkarbeit mit den Akteuren. Gerade auch für pflegende Angehörige eine Entlastung und ein Sicherheitsgefühl allgemein wie ganz besonders in Notsituationen. Nachvollziehen lässt sich dies meist nur aus der täglichen Praxis heraus. Erinnert sei ferner daran, dass die pflegenden Angehörigen dem Gemeinwesen viele Belastungen abnehmen. Die etwa 550 Pflegestützpunkte in Deutschland als auch die 52 in Baden-Württemberg haben sich als feste Institution, ja sogar als Erfolgsmodell, bewährt. In Baden-Württemberg werden diese Stützpunkte mit Empfehlung der Kommunalen Dachverbände (Gemeinde, Städte- und Landkreistag) sogar auf 72 erhöht sowie inhaltlich gestärkt. Der Landkreis Biberach hätte damit eine reelle Chance unter Kostenbeteiligung der  Krankenkassen und der Pflegeversicherung die bereits mehrjährige Abstinenz bei dieser Einrichtung aufzugeben. Ferner ist erwähnenswert, dass von den 44 Land- und Stadtkreisen in Baden-Württemberg 42 bereits mindestens einen Pflegstützpunkt haben. Das bedeutet 42 Verwaltungen und Volksvertretungen haben sich mit der komplizierten Thematik letztlich positiv, unabhängig voneinander, auseinandergesetzt und konkurrieren bereits bei Aufstockungen der erweiterten Kapazitäten. Das sagt doch einiges über die Gewichtung eines Pflegestützpunktes aus. Aber bei diesem zentralen Thema geht es dem Kreisseniorenrat Biberach nicht um Nachahmungsgelüste, sondern allein um belegbare Zwänge und Erfordernisse in der Sache. Biberach steht bereits an 12. Stelle bei der Steigerung der Pflegebedürftigen bis 2025 von 44 Stadt- und Landkreisen. D.h. unsere gegenwärtig noch „entspannte“ Situation wird sich nicht unwesentlich verschärfen. Bei immer komplexeren und gleichzeitig verschachtelten Beratungsfällen wie auch ineinandergreifender gesetzlicher Verflechtungen bei einer immer breiter angelegten Pflegelandschaft wird eine Bündelung der Informations- und Beratungsangebote an einer zentralen Stelle und daraus folgernd eine fundierte, orientierungsneutrale Einzelberatung der Senioren immer wichtiger. Das kann nur über den Pflegestützpunkt stattfinden und nicht wie bisher im Landkreis Biberach über (verstreute) selbstbeteiligte und nur auf einzelnen Teilgebieten der Pflege operierende Organisationen oder spezifiziert agierende Sonderdienste. Wir brauchen für Querschnittsaufgaben den „pflegeumfassenden Fachdienst“! Die Sachbewertung des Problems ist sehr breitgefächert und theoretisch nur mühevoll zu durchleuchten. Die Bewertung stand allerdings bei der Kreistagssitzung am 09.11.2016 auch nicht auf dem Prüfstand. Nachdenklich stimmt, dass ohne die eigentliche Sachdiskussion, die erst am 28.11.2016 stattfindet, bereits bei der Einbringung des Haushaltes 2017 Wertungen abgegeben wurden,  die eine offene Erörterung des Themas nicht gerade erleichtern. So etwa die Aussage, der Landkreis sei zur Einführung des Pflegestützpunktes rechtlich nicht verpflichtet. Dies ist formell richtig, wird aber durch die Praxis – wie bereits dargestellt-  in allen anderen Landkreisen überlagert, die die zentrale Beratungstätigkeit überzeugt als Kreisaufgabe einstufen. Oder Anmerkungen, die das Pflegestützpunktthema unter dem Pauschalbegriff der „Personalstellenvermehrung“ einverleiben und damit ihr Augenmerk nur auf die (finanzielle) Mehrbelastung ausrichten. Damit geht man den eigentlichen Problemstellungen nur aus dem Weg. Das kann nicht die Lösung sein. Im Namen des Gesamtvorstandes Harald Müller Vorsitzender des KSR-BC Zum Weiterlesen PDF-Datei
Lokales17.01.2018 Tanja Bosch Pflegestützpunkt in Biberach eingeweiht Drei Mitarbeiterinnen beraten betroffene Bürger – Büro im Landratsamt beim Wielandpark Biberach sz Der Pflegestützpunkt des Landkreises Biberach ist am Dienstag offiziell eröffnet worden. Rund 60 Gäste sind in die neuen Räume ins Biberacher Landratsamt gekommen, um dieses Ereignis zu feiern. Die drei Mitarbeiterinnen des Pflegestützpunkts (PSP), Claudia Bösch, Sonja Drzisga und Petra Hyber, haben ihre Arbeit bereits am 2. Januar aufgenommen. Landrat Heiko Schmid konnte es sich in seiner Rede nicht verkneifen, auf die jahrelangen Diskussionen und den nicht immer einfachen Weg bis zur Eröffnung zurückzublicken. Zum Weiterlesen …….PDF-Datei