Ihre Bedürfnisse - unsere Anliegen
Kritik an Personalschlüssel und geringer Einbindung Erfahrungsaustausch der Bewohnerbeiräte und Bewohnerfürsprecher stößt auf großes Interesse  sz 14. Dezember 2017 Biberach - Der Kreisseniorenrat (KSR) Biberach hat die Beirats- und Bewohnerfürsprechermitglieder der Pflegeeinrichtungen zum vierten jährlichen Erfahrungsaustausch in den Konferenzraum des Landratsamts eingeladen. Der KSR verzeichnet dabei erfreut ein steigendes Interesse. So folgten in diesem Jahr 20 von zurzeit circa 95 Ehrenamtlichen der Einladung. Der Vorsitzende des KSR Biberach, Harald Müller, begrüßte neben den Teilnehmern als Gäste aus dem Landratsamt auch die Vertretung der Heimaufsicht, Ursula Gaus und Stefanie Hofbaur-Schmid, sowie die Fachberaterin Altenhilfe Gertraud Koch, die diese Aufgabe in diesem Jahr übernommen hat. Müller betonte in seinem Grußwort, dass der KSR nicht nur "Aushängeschild“, sondern auch ein Mitgestaltungsfaktor der Altenarbeit im Landkreis ist. Daher wird er dafür Sorge tragen, dass der Kreisseniorenplan nicht in den Archiven der Rathäuser und Behörden verschwindet, sondern als Gestaltungselement aktuell bleibt." Dem Kreisseniorenrat ist auch die Vernetzung mit anderen Bereichen der Altenhilfe und -beratung wichtig. Daher ist der KSR seit 2016 auch Mitglied der "Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen" (Biva, Bonn). Die Biva kann kompetent und umfassend zu allen Fragen des Heimrechts und des Lebens im Alter kostenlos beraten. Ebenso wird der KSR über alle aktuellen Entwicklungen in diesen Bereichen unterrichtet. Mit der Aufforderung "Nehmen Sie unsere Hilfe an, sie sind damit nicht mehr allein auf weiter Flur" übergab er an den stellvertretenden Vorsitzenden Rudolf Hartmann, der im KSR für dieses Themenfeld verantwortlich ist. Im Mittelpunkt des nächsten Tagesordnungspunkts stand der Erfahrungsaustausch der Beiratsvertreter. In den Beiträgen der Teilnehmer wurden vor allem wieder der mangelhafte Personalschlüssel in den Pflegeheimen kritisiert sowie die oft mangelhafte Beteiligung der Bewohnerbeiräte bei wichtigen Baumaßnahmen und Pflegesatzverhandlungen durch die Einrichtungsleitungen beziehungsweise Träger. Auf vielfachen Wunsch der Teilnehmer wurde am Ende der Veranstaltung noch eine Weiterbildungsveranstaltung zum Thema Bewohnerbeiräte vereinbart, die am 20. Januar  2019 im Sportheim in Mietingen stattfinden soll. Anmeldungen sind per E-Mail an rudolf.hartmann@web.de möglich. Eine Nachtwache für 45 Bewohner ………. Weiterlesen   … PDF-Datei
Michael Wissussek beerbt Harald Müller Gründungsvorsitzender des Kreisseniorenrats mit viel Lob verabschiedet  Von Josef Aßfalg 27. April 2018  Der neue Vorsitzende Michael Wissussek (hinten von links) und sein Vorgänger Harald Müller mit den weiteren Mitgliedern des Vorstands und des Beirats bei der Mitgliederversammlung sowie Dezernentin Petra Alger (Mitte, Zweite von links), Dezernentin für Soziales, Jugend und Gesundheit.  Foto: Josef Aßfalg Biberach - Bei der sechsten Mitgliederversammlung des Kreisseniorenrats (KSR) Biberach hat es an vorderster Front einen Generationswechsel gegeben. Als neuen Vorsitzenden und Nachfolger von Harald Müller wählte die Versammlung am Mittwoch im Sitzungssaal des Landratsamts den bisherigen dritten Vorsitzenden Michael Wissussek. Bereits vor einem Jahr hatte Müller bei der Mitgliederversammlung angekündigt, dass er bei der Wahl in diesem Jahr nicht mehr kandidiere. Die neue dritte Vorsitzende Gudrun Diebold war bisher Beisitzerin für die Verwaltungsgemeinschaft Illertal. Dort folgt ihr Karl Pfluger. Pfluger übernimmt auch kommissarisch den Gemeindeverwaltungsverband Rot an der Rot-Tannheim. Sofie Geiselhart war bisher Beisitzerin für den Gemeindeverwaltungsverband Rot an der Rot/Tannheim und kandidierte nicht mehr. Petra Alger, Leiterin des Dezernats Soziales, Jugend und Gesundheit, Harald Müller und Michael Wissussek dankten Geiselhart für ihr Engagement mit einem Blumenpräsent. Die weiteren Funktionsträger (siehe Kasten) wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als Harald Müller bei der Gründung des KSR vor sechs Jahren erster Vorsitzender wurde, sei klar gewesen, dass sich der KSR "zu einem Sprachrohr und einer Interessenvertretung für die ältere Generation etablieren wird", sagte Petra Alger in ihrer Laudatio. Müller habe auch vehement eine Fortschreibung der Kreisseniorenplanung und einen Pflegestützpunkt gefordert. Als Mitglied der Lenkungsgruppe Kreisseniorenplanung habe er die Planung mit hohem Engagement verfolgt und immer "die Finger in die Wunden gelegt" und vieles eingefordert. Was der KSR heute sei und was in sechs Jahren aufgebaut wurde, "ist vor allem Ihnen zu verdanken". Müller habe eine großartige Arbeit geleistet "und Ihr Nachfolger kann auf einem guten Fundament aufbauen", so Petra Alger unter dem langen Applaus der 31 Besucher. Für sein Engagement überreiche ihm Alger im Namen von Landrat Heiko Schmid ein Präsent. An den neuen Vorsitzenden Wissussek gewandt, sagte die Dezernentin: Sie freue sich auf die Zusammenarbeit "und ich bin mir sicher, dass Sie den KSR mit vielen Ideen und Projekten in eine sichere Zukunft führen".
SZ Riedlingen vom 12.04, Biberach 13.04. und Laupheim 14.04. 2018 Ein Sprachrohr für die Senioren Harald Müller hat sechs Jahre lang den Kreisseniorenrat als Vorsitzender mitgestaltet und geprägt. (Foto: Annette Grüninger) 11. April 2018 Annette Grüninger Redakteurin 30 Prozent der Menschen im Landkreis Biberach ist älter als 60 Jahre. Für ihre Bedürfnisse und Interessen setzt sich seit sechs Jahren der Kreisseniorenrat Biberach ein. Harald Müller ist ein Mitglied der ersten Stunde und hat den Kreisseniorenrat als Vorsitzender mit aufgebaut. Bei der Hauptversammlung am 25. April möchte der 76-jährige Buchauer sein Amt nun in jüngere Hände legen. Davor blickt Müller auf die Herausforderungen und Erfolge seiner Amtszeit – aber auch auf so manchen Wunsch, der noch offen geblieben ist. Mit seinen sechs Jahren ist der Kreisseniorenrat im Grunde noch ein junges Gremium, kaum den Kinderschuhen entwachsen. Eigentlich verwunderlich, wenn man bedenkt, dass der Landesseniorenrat als Dachverband bereits 1974 ins Leben gerufen wurde. Tatsächlich habe im Landkreis Biberach lange Zeit das Bewusstsein für den Bedarf gefehlt, blickt Harald Müller zurück. Erst auf dem dritten Anlauf wurde der Kreisseniorenrat im Frühjahr 2012 gegründet. „Im Rahmen der demografischen Entwicklung hat man dann gemerkt, dass der Kreisseniorenrat als politisches Sprachrohr der Senioren wichtig ist.“ Denn immer mehr ältere Menschen, immer mehr Pflegefälle, zugleich der Mangel an Fachkräften in der Pflege und höhere Betreuungs- und Pflegekosten fordern die Gesellschaft auch im Kreis Biberach heraus. Der Kreisseniorenrat wolle eine eigenverantwortliche Lebensgestaltung der Senioren generationsübergreifend und solidarisch ermöglichen und die Träger der Seniorenarbeit besser vernetzen, erklärt Müller. Und: „Wir legen unseren Finger in so manche Wunde des Systems.“ So werde das Ehrenamt in der Pflege immer stärker durch fachliche Hürden und Bürokratie erschwert. Politische Gremienarbeit nimmt denn auch einen großen Raum des Kreisseniorenrats ein. Müller konnte hier gut an seine Erfahrungen als früherer Buchauer Bürgermeister anknüpfen. Deshalb habe er auch zugesagt, als Initiatorin Marlene Goeth vor sechs Jahren bei ihm anfragte, den Vorsitz des Kreisseniorenrats zu übernehmen. „Ich dachte, das könnte mir durchaus Spaß machen“, erinnert sich Müller. „Und es hat mir Spaß gemacht, mit den vielen Kreisen, Organisationen und Vertretungen zu sprechen und mich auszutauschen. Ich schaffe gern mit den Menschen. Aber es war wesentlich mehr Arbeit, als ich gedacht habe – und viel Kleinarbeit.“ Herausfordernd empfand Müller etwa die Vernetzung im Flächenlandkreis Biberach. Jeder Verwaltungsraum sei zwar im Vorstand des Kreisseniorenrats vertreten. Dennoch sei es teilweise schwierig gewesen, von den Bedürfnissen der Menschen in den einzelnen Raumschaften und Orten Kenntnis zu erhalten. Ortsseniorenräte wären hier eine wichtige Einrichtung, findet Müller und bedauert: „Da sind wir nicht weitergekommen.“ Als Erfolg wertet Müller die Aktualisierung des Kreisseniorenplans: eine Orientierungshilfe und Handlungsempfehlung, wie die altersgerechte Versorgung im Kreis gestaltet und dabei die künftige Entwicklung berücksichtigt werden soll. Auch die Einrichtung eines Pflegestützpunkts als neutrale Anlauf- und Beratungsstelle für Betroffene und Angehörige sei eine gute Entwicklung. Und nicht zuletzt hat der Kreisseniorenrat bislang 20 000 Vorsorgemappen verteilt. Um diese Aufgabe möchte sich Müller auch nach wie vor kümmern – auch wenn er sich sonst komplett aus dem Kreisseniorenrat zurückziehen wolle. In Bad Buchau freilich, versichert Müller, werde er sich im Verein Bürger für Bürger weiterhin für die Belange der Senioren einsetzen. Der Kreisseniorenrat 13. April 2018                                          Biberach ist ein beratendes, nicht beschließendes Gremium auf Kreisebene, um die Interessen der älteren Generation im Landkreis Biberach zu vertreten. Er setzt sich aus 55 Einrichtungen und Organisationen sowie 26 Einzelpersonen zusammen, die aus allen Verwaltungsräumen des Landkreises stammen. Der Kreisseniorenrat Biberach ist zudem Mitglied des Landesseniorenrats, das als beratendes Gremium mit der Landesregierung zusammenarbeitet. Damit fließen die Belange der Senioren auch in die Gesetzgebung des Landes mit ein.  Weitere Infos: www.ksr-bc.de